Der Trainingsraum wird Dojo (Ort des Weges) genannt. Ein Raum wird zu einem Dojo durch die Einstellung der darin Übenden, wenn diese von Respekt voreinander und vor den Dojo-Regeln (Etikette) getragen wird.
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Das Dojo bzw. die Matte wird grundsätzlich mit sauberen Füßen und sauberer Trainingskleidung betreten, für den Weg vom Umkleidraum zur Matte sind Zori oder Badeschlappen anzuziehen. Jeglicher Schmuck ist vor dem Training abzulegen. Beim Betreten des Dojo vebeugt man sich, um sich mental auf das Training und die Umgebung einzustimmen. Die Begrüßung am Beginn und am Ende des Trainings dient dem selben Zweck, darüber hinaus erweisen Schüler und Lehrer sich gegenseitig Respekt. Man verlässt die Matte nicht ohne Bescheid zu geben und ohne Verbeugung. Kommt man zu spät, wartet man am Mattenrand auf die Aufforderung des Lehrers, die Matte zu betreten. |
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Wenn ein besonderer Platz für ein Photo oder Bild des Aikido - Begründers vorbereitet ist, findet zuerst eine Begrüßung in diese Richtung statt. In Dojos, die ausschliesslich zum Zweck des Budo - Unterrichts eingerichtet sind, ist oft eine Nische (Tokonoma) vorhanden, die Bilder, Kalligraphien und ähnliches enthalten.
Die erste Phase des Trainings besteht aus Aufwärmübungen, Atem- und Konzentrationsübungen, Übungen zur Schulung der motorischen Fähigkeiten und der Koordinierung. Diese stammen sowohl aus dem klassischen Repertoire der Budo Disziplinen als auch aus dem Yoga, dem Chi-Gong, sowie aus modernen Übungsformen wie z. B. Pilates oder sind eigene Entwicklungen (Aiki-taiso).
Der zweite Teil des Trainings beinhaltet Grundübungen des Aikido. Dem Erlernen des Fallens und Rollens (Ukemi) wird ebenso Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt wie auch den Grundübungen des Tai - Sabaki, den Aikido - spezifischen Bewgungsformen (Schritte, Drehungen u.s.w.).
Den Hauptteil des Trainings bildet das Üben der Aikido Techniken. Beim Üben der Techniken wird das Augenmerk auf die Koordination der Bewegung der Arme und Beine mit der Körpermitte (jap. Hara) gelegt.
Die Übung des Hara hat somit körperliche und mentale Aspekte:
Körperliche Aspekte: Stärkung des Hüftgürtels sowie der Bauch- und Rückenmuskulatur , Training der Bewglichkeit der Hüfte
Mentale Aspekte des Trainings: Atmung, Konzentration, Schulung der Wahrnehmung. Über die Wahrnehmung des eigenen Körpers kommt man zur Wahrnehmung, wie der Kontakt zur Umwelt aufgenommen wird.
Ukemi:
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Ukemi besteht aus zwei Teilen, dem Angreifen und dem Fallen (Ukemi nehmen).
Der Begriff "Ukemi nehmen" beinhaltet, die Kraft und Energie, die uns in der Wurftechnik gegeben wird, aufzunehmen und zu akzeptieren. Wenn man die Energie nicht annimmt, sondern sich dagegen sträubt, kann dies zu Verletzungen führen, weil der Körper und die Muskeln sich in diesem Moment verhärten.
Ukemi nehmen bedeutet aber auch, "loslassen" zu können, sich auf eine Situation einlassen, die nur bis zu einem gewissen Punkt der eigenen, absoluten Kontrolle unterliegt, und dem Trainingspartner zu vertrauen.
Für viele ist dies sicherlich ein Punkt, der große Überwindung erfordert, aber um so tiefgreifendere Auswirkung hat, wenn die Angst vor dem Fallen und geworfen werden überwunden wird. Jeder Anfänger wird jedoch seinen physischen und psychischen Vorraussetzungen entsprechend an das Ukemi herangeführt.
Die Rolle des Uke einzunehmen heißt aber auch Angreifen, also etwas "geben", nämlich die Energie, der Partner braucht, um eine Technik auszuführen. Angreifen ist hier nicht mit der Absicht verbunden, den Trainingspartner zu verletzen, obwohl der Angriff entsprechend konsequent und zielgerichtet ausgeführt werden muss.
Energie zielgerichtet einsetzen zu können, ist eineFähigkeit, die im Aikido geschult wird und auch im töglichen Leben von großer Bedeutung ist.